Das grüne Herz Kubas: Viñales und die Landwirtschaft, die Geschichte schrieb

Immer wieder wird der negative Einfluss des Menschen auf die Natur kritisiert. Das ist verständlich, denn viele der schönsten Naturräume sind heute nur noch ein Schatten ihrer selbst oder wurden sogar vollständig zerstört. Dass dies nicht eintreffen muss, zeigen Regionen wie die Valle des Viñales in Kuba. Trotz intensiver Landwirtschaft hat Region mit ihren grünen Ebenen und markanten Kalksteinfelsen es geschafft, über die Jahre hinweg ihren Charakter zu erhalten.
Kultur- und Naturlandschaft in einem
Die harmonische Symbiose zwischen Landwirtschaft und Natur ist das, was die Valle des Viñales von anderen Regionen abhebt. Sie ist der Grundstein dafür, dass die Region sowohl als Kultur- als auch Naturlandschaft gilt. Das Tal mit seinen grünen Feldern bietet viele fruchtbare Böden, die bereits seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt werden. Dabei werden bis heute traditionelle Anbaumethoden genutzt, die besonders starken Wert auf Nachhaltigkeit legen.
Eine UNESCO-Kulturlandschaft mit lebendiger Tradition
Aufgrund der lebendigen Tradition, die über Jahrhunderte hinweg einen nachhaltigen und zugleich äußerst erfolgreichen Anbau hervorgebracht hat, wurde das Tal im Jahr 1999 unter dem Namen Viñales Valley von der UNESCO zur sogenannten „Kulturlandschaft der Menschheit“ erklärt. Dabei hat zwar auch die landschaftliche Schönheit eine entscheidende Rolle gespielt – das Tal gilt als eines der größten Highlights bei Reisen nach Kuba – doch entscheidend für die UNESCO-Auszeichnung war letztendlich die jahrhundertealte landwirtschaftliche Tradition, insbesondere im Bereich des Tabakanbaus.
Tabakanbau als kulturelles Erbe
Obwohl in Viñales verschiedene Feldfrüchte angebaut werden, darunter Bohnen, Mais und Süßkartoffeln, stellen Tabakpflanzen nach wie vor das Herzstück der Landwirtschaft dar. Der Tabakanbau ist nun mal tief in der Geschichte Kubas verwurzelt, was angesichts der weltweiten Bekanntheit der kubanischen Zigarren niemanden überraschen dürfte. Tabakblätter aus der Valle des Viñales gelten als besonders hochwertig, weswegen mit ihnen einige der begehrtesten Tabakprodukte der Welt hergestellt werden. Eine hohe Qualität ist dabei während jedes einzelnen Verarbeitungsschritts gewährleistet. Einer dieser Schritte ist die Trocknung in speziellen Holzhütten.
Ein Paradebeispiel für nachhaltige Landwirtschaft
Zigarren aus Kuba zeigen, dass eine nachhaltige Landwirtschaft Produkte von außergewöhnlicher Qualität hervorbringen kann. Da Viñales bei der Zigarrenproduktion eine entscheidende Rolle einnimmt, gilt das Tal als Paradebeispiel für effiziente und zugleich traditionsbewusste Landwirtschaft. Chemische Dünger kommen etwa nur geringfügig zum Einsatz. In den meisten landwirtschaftlichen Regionen außerhalb Kubas werden sie weit intensiver genutzt. Dies geht üblicherweise mit einer Schädigung der Böden einher, weswegen einst fruchtbare Böden mit der Zeit an Qualität verlieren können.
Warum das ländliche Kuba Touristen aus aller Welt begeistert
Obwohl Kuba nicht zu den beliebtesten Reisezielen der Europäer gehört, zieht das Land dennoch Jahr für Jahr zahlreiche Reisende an. Einer der Hauptgründe dafür ist das ländliche Kuba, das mit seiner unverfälschten Schönheit begeistern kann. Neben klassischen Sehenswürdigkeiten wie Wasserfällen sind es auch ganz einfache Dinge wie das Leben der Bauern, die viele Besucher dazu bewegen, sich in das authentische Kuba zu verlieben. Ob man gerne Tabak raucht oder aus Prinzip darauf verzichtet, ist dabei gar nicht so wichtig. Unabhängig von der gewaltigen Bedeutung des Tabakanbaus ist die von der UNESCO ausgezeichnete Valle des Viñales eine einzigartige Landschaft, die mit ihrer Ursprünglichkeit jeden Besucher in ihren Bann zieht. einzigartige Landschaft, die mit ihrer Ursprünglichkeit jeden Besucher in den Bann zieht.



