So entfernen Sie Apps auf dem Mac ohne übrigen Dateimüll

Eine App lässt sich auf Ihrem Mac ganz einfach in den Papierkorb ziehen, aber damit ist sie nicht verschwunden. Stattdessen bleiben in Ihrem System oft Reste übrig, die Speicherplatz rauben und zum Ärgernis werden. Die korrekte Entfernung von Apps ist wichtig, um nötigen Speicher wiederzubekommen und die Mac-Performance zu optimieren. Aber ist es wirklich so einfach?
Warum Sie Apps ordentlich deinstallieren müssen
Eine häufig gestellte Frage unter Mac-Nutzern lautet: Wie deinstalliert man Apps auf dem Mac. Die Antwort ist einfach, auch wenn ein bisschen mehr dazu gehört, als das App-Icon in den Papierkorb zu ziehen. Es gibt spezielle Tools, die bei der Entfernung helfen, Sie können aber auch händisch vorgehen und Ihren Mac so von altem Müll befreien. Um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten, sollten Sie einmal pro Monat einen Checkup machen und aufräumen.
Apps über den Papierkorb entfernen
Der klassische Weg führt über den Finder. Sie öffnen den Programme-Ordner und ziehen das gewünschte Tool in den Papierkorb. Damit dieser Vorgang jedoch nicht nur oberflächlich bleibt, müssen Sie manuell nacharbeiten.
Halten Sie die Option-Taste gedrückt und navigieren Sie im Finder-Menü „Gehe zu“ in die Library. Hier beginnt die eigentliche Arbeit: Suchen Sie in Ordnern wie Application Support, Caches und Preferences nach Ordnern, die den Namen der gelöschten App tragen.
Erst wenn Sie auch diese Verzeichnisse leeren, ist die Deinstallation wirklich gründlich. Dies erfordert jedoch Vorsicht, da das Löschen falscher Dateien in der Library andere Programme beeinträchtigen kann.
Store-Apps mit dem Launchpad löschen
Für Anwendungen, die Sie direkt aus dem Mac App Store bezogen haben, bietet macOS einen etwas komfortableren Weg über das Launchpad an. Öffnen Sie das Launchpad und halten Sie die Maustaste auf einem Icon gedrückt, bis alle Symbole anfangen zu wackeln.
Ein kleines „X“ erscheint in der Ecke der Store-Apps. Klicken Sie darauf, wird die App gelöscht. Der Vorteil hierbei ist, dass das System den Löschvorgang etwas sauberer verwaltet als beim bloßen Verschieben im Finder. Dennoch lohnt sich auch hier nach einiger Zeit ein Blick in die Library-Ordner, da besonders bei komplexen Programmen oft kleine Reste der Benutzereinstellungen überdauern.
Deinstallationsassistenten verwenden
Hersteller großer Softwares wie zum Beispiel Adobekennen die komplexen Strukturen ihrer eigenen Dateien. Wenn Sie das Programm deinstallieren möchten, bekommen Sie für diesen Fall direkt den Assistenten zur Deinstallation.
Diesen finden Sie oft in einem Unterordner innerhalb des Programme-Verzeichnisses oder direkt im Installations-Image der App. Es ist dringend ratsam, diese offiziellen Werkzeuge zu nutzen. Sie sind darauf programmiert, alle spezifischen Registry-ähnlichen Einträge und Hintergrund-Agenten zu finden, die ein normaler Löschvorgang übersehen würde.
Als Profi nutzen Sie Terminal
Wenn Sie die volle Kontrolle über Ihr System haben möchten, ist das Terminal ein mächtiges Werkzeug. Über Befehle wie mdfind können Sie nach jedem Dateifragment suchen, das mit einem bestimmten Programmnamen verknüpft ist. Mit dem Befehl sudo rm-rf lassen sich dann selbst hartnäckige Reste entfernen, die sich im Finder aufgrund von Berechtigungsproblemen nicht löschen lassen.
Dieser Weg ist jedoch ausschließlich erfahrenen Anwendern vorbehalten. Ein kleiner Tippfehler im Terminal kann verheerende Folgen für das gesamte Betriebssystem haben. Wenn Sie sich dafür entscheiden, legen Sie vorher ein Backup an.



